Zahnverfärbungen durch Tee?

Werden durch Milch im Tee die Zähne stärker verfärbt oder nicht?

Salopp sagt man, jemand hat einen im Tee, denkt dabei aber weniger an die Gerbsäuren, die den Zahnschmelz verfärben lassen und durch die sich der wahre Teegenießer outet. Sein Lächeln zeigt dann nämlich gelbe Zähne. Hilft es, weiße Milch in den Tee zu schütten und die Gerbsäuren dadurch zu neutralisieren? Haben Teetrinker, die ihren Tee mit Milch zu sich nehmen, weniger gelbe Zähnen als solche, die ihn “pur” trinken? Weiterlesen…

Was bedeutet Spandau?

Zahnarztpraxis Kristek in Spandau. Namensgeber ist unser Zahnarzt Rainer Kristek, unsere Praxis liegt in dem nordwestlichen Bezirk Spandau. Was bedeutet eigentlich Spandau, wie leitet sich der Name ab? Wir versuchen eine Erklärung:

Wenn ein Ortsname mit “ow” endet, dann ist das ein Hinweis auf seinen slawischen Ursprungs. Wir kennen das von Buckow, Ducherow, Finow, Gatow, Güstrow, Lüchow, Lützow, Kummerow  Pankow, Rathenow, Strehlow, Strelow, Stresow, Teltow oder Treptow – das alles sind Orte mit slawischen Wurzeln. Spandau gehört auch dazu, trotz der AU-Endung. Noch im 19 Jahrhundert wurden Stralau und Spandau Stralow bzw. Spandow geschrieben.

Spandauer sind bodenständig

Für die Namensforschung ist es oft hilfreich, Familien ausfindig zu machen, die vielleicht als Namensgeber für einen Ort herangezogen werden können. Weltweit gibt es nur ein paar Familien, die Spandow heißen, das waren also ursprünglich Spandauer, die ausgewandert sind. Aber es sind nur 29 Einträge weltweit im Internet zu finden – Spandau hat ihnen seinen Namen gegeben zu haben und nicht umgekehrt. Der Spandauer scheint also immer schon bodenständig gewesen zu sein. Noch heute ist Spandau Berlins Bezirk mit den wenigsten Wegzügen. Einmal Spandau, immer Spandau. Wir fassen zusammen, die Endung des Ortsnamens ist eindeutig, aber was bedeuten die 5 Buchstaben am Anfang, wofür steht Spand-?

Spree trifft auf Havel – in Spandau

Im Jahr 1197 des Herrn wird es als Spandowe erstmals beurkundet. Den Namen gibt es also schon eine ganze Weile. Seit dem 7. Jahrhundert war das Havelland von den slawischen Hevellern besiedelt. Hier, am Zusammenfluss von Havel und Spree, entstand die Keimzelle des heutigen Spandau. Spand- soll dementsprechend Zusammenfluss heißen. Erst 1878 wurde der Name der Stadt von Spandow in „Spandau“ geändert. Im Internet finden sich keine Ableitungen des Wortstammes, die eine eindeutige Erklärung für seinen Namen hergeben. Einfacher ist es da für den Flussnamen Havel, der letztendlich auch den dort lebenden Menschen, die Havelländer, ihre Bezeichnung gab:

Spandau, wo der buchtenreiche und der gespreizte aufeinander treffen

Noch heute ist die Havel auf weiten Teilen ein naturbelassener Strom und begeistert seine Anwohner. Der Name leitet sich von dem gleichen Wort wie Hafen ab. Die Havel als sicherer Hafen vieler Menschen. Ein treffendes Bild.

Ursprung von Havel ist wohl das sorbische Wort: Habola, das wiederum vom germanischen Habula abgeleitet sein soll. Es ist mit Hafen (englisch harbour) und Haff etymologisch verwandt. Der Wortstamm Haf bezeichnet eine Bucht oder Ausbuchtung. Auch irdene, bauchige Keramik war im deutschen Sprachraum zu früheren Zeiten als Hafen bekannt. Frei übersetzt würde Havel also buchtenreicher Fluss bedeuten.

Der zweite Spandauer Fluß, die Spree, hat seinen Namen aus der germanischen Grundform spreu̯- = stieben, säen, sprengen, spreizen, sprühen. Der germanische Name Sprēw- wurde als Sprěva oder Sprěv’a in das Slawische übernommen, worauf wiederum die deutsche Form Spree zurückgeht. In der Regel wird der Name als die Sprühende gedeutet. Angesichts der überwiegend trägen Strömung der Spree ist der Name “Die Sprühende” wenig zutreffend und es könnte sein, dass man eine andere Wortwurzel als Erklärung nehmen kann: das deutsche Verb „spreizen“/(engl.:) „to spread“ deutet auf die geographisch ausladende Gestalt des Flusses hin.

 

Zähne zeigen!

Es scheint immer das gleiche Lied zu sein, das ewige Lied vom richtigen Zähneputzen. Aber wer seine Zähne nicht pflegt, kann sie auch nicht zeigen. Schlechter Atem vertreibt auch den besten Freund, schmerzende Zähne können einem das Wochenende verderben. Gesunde Zähne sind einfach schöne Zähne und lassen einen leichter lächeln. Es fängt in der Tat früh an, das richtige Zähneputzen. Weiterlesen…

Paradontitis: Jeder zweite Erwachsene ist betroffen

Lächeln ist ansteckend. Schöne Zähne machen es einfacher!

In Deutschland hat fast jeder zweite Erwachsene unliebsame Untermieter im Zahnbett. Diese Zahnbetterkrankung, umgangssprachlich Paradontose, korrekt Paradontitis genannt, wird durch bakterielle Entzündungen im Mundraum verursacht. Der Spalt zwischen Zahn und Zahnfleisch ist das ideale Siedlungsgebiet für die Einzeller, die dort Speisereste verwerten und giftige Verdauungssäfte abgeben, die letztendlich zur Freilegung der Zahnhälse und damit langfristig zum Ausfall der Zähne sorgen. Weiterlesen…

Unser Lexikon – Ihre Fragen

Das Leben wird immer komplizierter: Umso mehr der Mensch forscht, umso mehr Fragen tun sich auf. Wir bemühen uns in dieser Rubrik, Ihre Fragen zu beantworten und einen Überblick über wichtige Fachwörter in der Zahnheilkunde zu geben, damit Sie auch morgen mitreden können. Denn es steht wissenschaftlich fest, ein mündiger Patient erzielt das bessere Heilungsergebnis. Dabei wird dieses Lexikon schrittweise ergänzt und ausgebaut. Wenn Sie eine Frage haben, schreiben Sie uns: bewerbung@zahnarzt-kristek.de, Stichwort Fragen.

Schon in der Steinzeit …

… gab es Zahnärzte.

Bereits vor 14.000 Jahren wurde Karies behandelt. Einem internationalen Forscherteam ist es gelungen, den bislang ältesten Nachweis für eine zahnmedizinische Behandlung an einem Backenzahn nachzuweisen, der von Karies befallen war. Das Loch im Zahn gehörte zu einem Skelett, das 14.000 Jahre alt ist. Die bisher ältesten Funde waren ca. 9.000 Jahre alt, damit ist dieser Nachweis noch einmal 5.000 Jahre älter. Jäger und Sammler hatten demnach bereits ein Problem mit faulenden Zähnen. Karies verbreitete sich dann rasch mit dem Einzug von Ackerbau und Viehzucht und der damit verbundenen anderen Ernährungsweise. Hinweise auf zahnmedizinische Eingriffe sind in der Frühgeschichte äußerst selten. Der gefundenen Backenzahn wurde eindeutig zu Lebzeiten mit einer kleinen spitzen Steinklinge bearbeitet. Die Menschen damals müssen also gewusst haben, dass von Karies befallene Zähne behandelt werden müssen, so der Forscher Stefano Benazzi (AFP).