Welche Zahnbürste ist ökologisch die beste?

Wie oft wir die Zahnbürste wechseln sollen, haben wir schon oft gelesen, auch hier bei Zahnarzt Kristek. Alle drei Monate wechseln, heißt 4 Zahnbürsten im Jahr. Weniger ist auch nicht mehr, zwar freut sich die Umwelt, aber unser Mundraum nicht, wenn wir auf alten Zahnbürsten Keime ins Zahnfleisch bürsten. Bei einer Lebenserwartung von 80 Jahren wären das 320 Zahnbürsten im Leben, die ein einzelner Mensch auf den Müll wirft. Wenn eine Zahnbürste etwa 18 wiegt, sind das zusammen fast 6 kg. Wer ganz auf Plastik verzichten will, kann zu den neuen Zahnbürsten aus Bambus greifen, die sollen nur 8 g pro Stück wiegen. Wir haben einmal recherchiert, was für Alternativen zu Plastik es auf dem Markt der Zahnbürsten gibt. Dazu haben wir uns allerdings nur mechanische Zahnbürsten angesehen, die elektrischen verursachen ja noch zusätzlichen Elektroschrott, auch wenn sie vom Putzergebnis überzeugen. Leider halten viele auch nur die gesetzliche Garantiezeit von 2 Jahren durch. Ein Thema, auf das wir vielleicht später noch einmal zurückkommen.

Sechs Kilo Zahnbürsten in einem Menschenleben

Bambus hört sich erst einmal gut an, ein nachwachsender Rohstoff kommt zum Einsatz. Wir finden das löblich. Zudem ist Bambus von Natur aus antibakteriell und wächst sehr schnell nach. Einige wenige Hersteller bevorzugen dagegen heimisches Holz. So spart man die langen Transportwege aus China. Zum Griff gesellen sich aber die Borsten. Welches Material kann da eingesetzt werden?

Vor der Plastikepoche, wurden Schweineborsten verwendet ähnlich wie bei Pinseln. Schweineborsten sind natürlich kompostierbar und ein Naturprodukt. Heutzutage sind Zahnbürsten aus Holz mit Schweineborsten bestückt wahrscheinlich die einzigen wirklich verlässlich kompostierbaren und biologisch abbaubaren Zahnbürsten im Handel.

Der überwiegende Teil wird aus China eingeführt. Der Bürstenhersteller Redecker hält damit nicht hinter dem Berg. Schweinehaar ist innen hohl, was einen guten Wärmeeffekt bewirkt, aber unter hygienischen Gesichtspunkten weniger gut ist: es bietet eine sehr große Oberfläche, auf der sich Bakterien vermehren können. In Deutschland, Österreich und der Schweiz wird das Bürstenhandwerk noch betrieben und man kann tatsächlich noch Zahnbürsten aus Schweinehaar bekommen. Wenn sich für diese Zahnbürsten entscheidet, solltet sie auf jeden Fall alle paar Tage mit kochendem Wasser desinfizieren!

Nylon-4

Im Leben verbraucht man über 300 Zahnbürsten!

Nylon-4 ist ein Bioplastik, das sich innerhalb einiger Monate biologisch abbauen lässt. Wie alle Nylon-Sorten wird es aus Erdöl gewonnen. Damit ist Nylon-4 zumindest eine Alternative zu den anderen Plastiksorten, die uns noch Jahrhunderte überleben werden. Das Problem bei Nylon-4 liegt aber woanders: Es gibt kaum seriöse, verlässliche Produzenten auf dem Markt. Hydrophil, die wohl bekanntesten Marke für Zahnbürsten aus Bambus musste daher Anfang 2016 wieder auf reguläres Nylon umstellen, da Nylon-4 nicht zu bekommen war.

100% Bambus-Viskose?

Zahnbürsten aus „100% Bambus-Viskose“ sind im Kommen. Viskose sind halbsynthetische Fasern auf Cellulose-Basis, die man hauptsächlich für Textilien genutzt wird. Viscose ist aber ziemlich weich, so dass es schwierig ist, reine Viscose zu stabilen Borsten zu formen. Borsten aus reiner Bambus-Viskose wären klasse! Es besteht aber der Verdacht, dass es diesen Rohstoff noch nicht gibt und doch nur wieder Nylon zum Einsatz kommt. 

Die perfekte Zahnbürste gibt es nicht

Die „perfekte“ Zahnbürste gibt es nicht, leider! Aber man kann beim Kauf überlegen und selbst entscheiden, welche Alternative am nachhaltigsten ist und den geringsten ökologischen Fußabdruck hinterlässt.. Für Veganer kommen Schweineborsten nicht in Frage. Entscheidend ist aber doch auch, ob die Bürste einen langen Weg zurücklegt, ehe sie in meinem Zahnputzglas landet oder ob sie in der Nähe produziert wird. Hier eine Übersicht über die alternativen Zahnbürsten auf dem Markt:

  • Hydrophil (Nylon, Marke aus Deutschland): Unterstützen Wasserschutzprojekte, legen Wert auf Transparenz legen. 
  • Sidco (angeblich Bambus-Viskose, Deutschland)
  • Baumfrei (Bambus-Viskose, Deutschland)
  • Zero Waste Lifestyle (Bambus-Viscose, aus Köln, Deutschland)
  • Eco-Bamboo (Nylon-4, Polen)
  • The Humble Toothbrush (Nylon, Schweden): Verwendet wird Nylon-6, das etwas schneller zerfällt als anderes Nylon. Für jede gekaufte Zahnbürste spenden sie eine Zahnbürste oder Geld im Wert einer Zahnbürste für ein Projekt für Zahnpflege für zahnpflegebedürftige Kinder.
  • The Environmental Toothbrush (Nylon, Australien)
  • Brush with Bamboo (USA, Kalifornien) bei der Borstenfrage bisher weltweit am fortgeschrittensten: Plastikanteil der Borsten zumindest auf 38% reduziert. Die weiteren 62% bestehen aus rein pflanzlichem Rizinusöl. Das Plastik ist konventionelles Nylon aus Erdöl. 

    Putzt der Panda auch mit Bambus seine Zähne?

 

5 Tipps für gesunde Zähne

Zweimal täglich gründlich die Zähne putzen, Zahnseide oder Zwischenraumbürstchen verwenden – das sind gute Vorsätze, die die Zähne langfristig gesund halten. Aber auch die Ernährung spielt eine Rolle. Ein paar Tipps von uns für gesunde Zähne, die auch die Ernährungsgewohnheiten betreffen: Weiterlesen…

Zahnverfärbungen durch Tee?

Werden durch Milch im Tee die Zähne stärker verfärbt oder nicht?

Salopp sagt man, jemand hat einen im Tee, denkt dabei aber weniger an die Gerbsäuren, die den Zahnschmelz verfärben lassen und durch die sich der wahre Teegenießer outet. Sein Lächeln zeigt dann nämlich gelbe Zähne. Hilft es, weiße Milch in den Tee zu schütten und die Gerbsäuren dadurch zu neutralisieren? Haben Teetrinker, die ihren Tee mit Milch zu sich nehmen, weniger gelbe Zähnen als solche, die ihn “pur” trinken? Weiterlesen…

Gute Vorsätze

Zahnarzt Kristek Spandau

Jedes neue Jahr ist wie ein kleiner Neuanfang. Zeit, sich neu aufzustellen, Zeit, sich neue gute Vorsätze zu machen und diese dann auch umzusetzen. Wir sind Zahnarzt und wollen uns daher auch auf den Vorsatz, mehr Zeit für die Zähne konzentrieren. Dazu gehört auch ein wenig Psychologie. Ohne Selbstmotivation geht es nicht. Nehmen Sie sich zum Ziel, Ihren Zähnen mehr Zeit zu widmen. Kürzen Sie das Zähneputzen nicht ab, bleiben Sie dran. Dreimal täglich muss sein. Beachten Sie dabei ein paar einfache aber wirksame Tricks:

  • Wechseln Sie Ihre Zahnbürste oder Ihren Zahnbürstenkopf regelmäßig, spätestens alle drei Monate, Sie reiben sich sonst die darauf siedelnden Bakterien ins Zahnfleisch und erhöhen Ihr Paradontoserisiko.
  • Denken Sie beim Zahnebürsten an etwas Schönes, das erhöht den Putzerfolg und Sie können die drei Minuten als Auszeit verstehen.
  • Schreiben Sie sich Ihren guten Vorsatz auf. Neue Forschungen haben ergeben, dass Geschriebenes besser verinnerlicht wird. Hilfreich kanne s auch sein, sich einen Merkzettel aufzuhängen, am besten in diesem Fall ins Badezimmer oder vielleicht an den Kühlschrank? Als stiller Mahner … .
  • Wenn Sie Süßes essen, dann am Stück und nicht über den ganzen Tag verteilt. Direkt nachdem Sie Süßes oder Saures gegessen haben, sollten Sie nicht Zähne putzen, da etwa bis zu einer Viertelstunde nach dem Essen der Zahnbelag besonders angreifbar ist und sie ihn durchs Bürsten runterputzen könnten.

Mehr Tipps zum richtigen Zähneputzen finden Sie hier: Die 5 besten Tipps zum Zähneputzen.

 

Zähne zeigen!

Es scheint immer das gleiche Lied zu sein, das ewige Lied vom richtigen Zähneputzen. Aber wer seine Zähne nicht pflegt, kann sie auch nicht zeigen. Schlechter Atem vertreibt auch den besten Freund, schmerzende Zähne können einem das Wochenende verderben. Gesunde Zähne sind einfach schöne Zähne und lassen einen leichter lächeln. Es fängt in der Tat früh an, das richtige Zähneputzen. Weiterlesen…

Paradontitis: Jeder zweite Erwachsene ist betroffen

Lächeln ist ansteckend. Schöne Zähne machen es einfacher!

In Deutschland hat fast jeder zweite Erwachsene unliebsame Untermieter im Zahnbett. Diese Zahnbetterkrankung, umgangssprachlich Paradontose, korrekt Paradontitis genannt, wird durch bakterielle Entzündungen im Mundraum verursacht. Der Spalt zwischen Zahn und Zahnfleisch ist das ideale Siedlungsgebiet für die Einzeller, die dort Speisereste verwerten und giftige Verdauungssäfte abgeben, die letztendlich zur Freilegung der Zahnhälse und damit langfristig zum Ausfall der Zähne sorgen. Weiterlesen…

Unsere Empfehlung: Prophylaxe vor den Festtagen!

Das Jahr geht jetzt schneller vorbei als einem lieb ist. Bald geht das alljährliche Weihnachtsgeschenke Kaufen und Basteln wieder los. Und zu Weihnachten werden dann jede enge Leckereien aufgetischt. Blöd, wenn man ausgerechnet dann Zahnschmerzen bekommt und sich in die Notaufnahme einer Zahnklinik begeben muss und nicht seinem vertrauten Zahnarzt in Spandau anvertrauen kann. Daher raten wir: machen Sie jetzt rechtzeitig noch einen Termin  bei Ihrem Zahnarzt in Spandau und gehen Sie auf Nummer sicher. Auch Zahnprophylaxe empfiehlt sich vor Jahresschluß. Sie wollen doch gut aussehen und mit ihrem bezaubernden Lächeln die dem Weihnachtsstress geschuldeten Gemeinheiten im Familienkreis weglächeln.